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Heinz-Walter Franz Knackmuß ist am 05.11.1944 in Semlin, Ferchesarer Str. 12, imWesthavelland, geboren worden und wurde  in der Dorfkirche von Semlin getauft und konfirmiert worden. Sein Vater Otto Fritz Walter Knackmuß wurde am 03.02.1909  und sein Großvater Emil Otto Knackmuß wurde am 10.11.1888 auch in Semlin geboren. Seine Mutter Gertrud Elfriede Knackmuß (geborene Hirsch) wurde am 17.04.1918 in Penkendorf im Kreis Schweidnitz in Schlesien geboren und wuchs mit neun Geschwistern dort auf. Der Vater von Elfriede Hirsch, Karl Wilhelm Hirsch war 16.01.1874 in Guhlau, Kreis  Reicehnbach,  in Schlesien geboren worden. Er war Schuhmacher in der fünf Kilometer von Penkendorf entfernt glegenen Garnison in  der Kreisstadt Schweidnitz und sehr streng. Durch Vermittlung der Gräfin von Bredow aus Lochow, die aus Schlesien stammte, kam Elfreide Hirsch als Köchin in das kleine Dorf Lochow bei Rathenow im Land Brandenburg. Dort verliebte sie sich in Walter Knackmuß aus Semlin und  heiratete ihn am 22.10.1939 in der Dorfkirche Semlin, nachdam zuvor im Standesamt Stechow die Trauung vollzogen worden war. Es war ein schrecklich verregneter Tag, so dass der Vater vom Bräutigam, Otto Knackmuß, den ganzen Hof in der Ferchesarer Str. 12 in Semlin mit Brettern als kleine Laufstege durch die Pfützen gelegt hatte. Aber nach dem alten Spruch: "So viel Tropfen Regen,so viel Glück und Segen. So viel Eis und Schnee, soviel Leid und Weh`", war die Ehe glücklich. Am 26.04.1940 wurde dem Ehepaar eine Tochter geschenkt, die Annemarie Knackmuhs genannt wurde. In den Urkunden des Standesamtes stehen alle Namen mit h und s (Knackmuhs) und erst später erscheint die Schreibweise mit ß und ohne h. Der Urgroßvater Johann Christoph Knackmuhs (*20.04.1848 - † 05.11.1917) heiratete Sophie Caroline Schulze (*20.04.1857 - † 19.02.1922) und kaufte das Haus in Semlin. Sie hatten vier Kinder 1. Wilhelm (*19.11.1980 - † 27.08.1901); er hatte eine Herzkrankheit und starb schon mit 20 Jahren. 2. Luise (*09.04.1882 - † 11.04.1935), 3. Minna (*08.02.1886 - † 19.04.1962) und  4. Otto (*10.09.1888 -† 24.10.1964). Johann Christoph Knackmuhs kam einst aus Uchtdorf an der Uchte in der Altmark nach Semlin. In der Altmark, also um Stendal herum, ist der Name Knackmuß bis heute verbreitet. Heinz-Walter Franz Knackmuß wurde am 01.04.1945 in der Dorfkirche Semlin getauft. Die Mutter wollte, dass ihr Sohn Heinz heißen sollte, die Großmutter Agnes Knackmuß wollte dass ihr erster Enkelsohn nach dem Vater Walter heißne sollte. Die beiden Frauen konnten sich nicht einig werden, sodass der Vater vorschlug, einen Bindestrich zwischen den Vornamnen zu setzen und so das Gedenken an den im Krieg gefallenen Bruder der Mutter Heinz Hirsch gewahrt war und Franz war nach dem im Krieg gefallenen Bruder des Vaters in die Vornamen eingefügt worden. Er besuchte die 1. - 4. Klasse der Dorschule in Semlin und fuhr 1955-1956 mit Elfriede Engelmann jeden Tag mit dem Fahrrad nach Rathenow zur Friedrich-Engels-Schule, wo er die 5. Klasse absolvierte. In der Jahnstraße war der im Krieg zerstörte Flügel an der Schule gerade wiederaufgebuat worden und es gab so viele Kinder, dass in zwei Schichten unterrichtet werden musste. Eine Woche vormittags und eine Woche nachmittags. Im Winter war es schon dunkel und Elfriede Engelmann und ich warteten immer auf Marlies Kuhpfahl, die älter war und eine Stunde länger unterrichtet wurde. Wir fuhren dann nach dem Unterricht gemeinsam nach Semlin. Marlies Kuhphahl war sehr ängstlich und es ging ja auch an der Straße bei den Kasernen vorbei, die von Russen gesperrt war und mit zwei Schranken am Nordbahnhof und zur Semliner Straße jeden Verkehr kontrollierte. Kinder mit dem Fahrrad ließen die Russen natürlich ohne Kontrolle durch. Heinz-Walter besuchte den Christenlehreunterricht mit Fritz Reuter in der Dorfschule Semlin reglemäßig von 1952-1957. Auch die Kindergottesdienste, die nach dem 10:00 Uhr-Gottesdienstder Erwachsenen um 11:00 Uhr von Pfarrer Rolf Stubbe angeboten wurden, besuchte er gern. Da das Lehrerehepaar Edith und Klaus Harms, die die Dorfschule in Semlin leiteten in den Westen gingen, mussten alle Kinder aus Semlin mit einem Schulbus nach Rathenow in die Geschwister-Scholl-Schule, wo er die 6. Klasse (1956/1957) beim Klassenlehrer Schönberg durchlief. Die 7. (1957/1958) und 8. Klasse (1958/1959) fuhr der Semliner Schulbus zur Friedrich-Engels-Schule in die Jahnstraße nach Rathenow, wo die Klassenleiterin Margarethe Busse auch das für DDR-Verhältnisse neue Fach Englisch in einer 0. Stunde von 7-8:00 Uhr unterrichtete. In der Jahnstraße befanden sich in dem hufeisenförmigen Schulbau drei Schulen, an der Jahnstraße befand sich die Friedrich-Engels-Schule, im Nordtrakt war die Bruno-H.-Bürgel-Schule untergebracht und  im östlichen Teil die Erweiterte Oberschule Karl-Marx. Von 1959 - 1963 besuchte Heinz-Walter Knackmuß die Erweiterte Oberschule Karl Marx unter dem Klassenlehrer Eberhard Benndorf, der Deutsch und Englisch unterrichtete.

Während der Zeit an der Oberschule starb der Kirchendiener Weber. Heinz-Walter Knackmuß und sein Freund Rainer Jähnke übernahmen nun diese Aufgabe. Sie putzen die Kirche am Samstag, holten Blumen im Sommer aus dem Garten von Frau Winckelwski und schmückten den Altar und läuteten die Glocken zum Gottesdienst und traten den Balg für die Orgel. Da ich nicht an den FDJ-Veranstaltungen in Rathenow teilnehmen wollte, wurde ich Pionierleiter in Semlin und machte mit den Kindern Spielnachmittage auf dem Schulhof. Der Pfarrer Rolf Stubbe amüsierte sich immer wieder, dass ich Kirchendiener und Pionierleiter war. So blieb es bis 1963, wo die beiden Männer nach dem Abitur das Dorf verließen. Heinz-Walter Knackmuß arbeitete von 1963 -1964 zur Vorbereitung auf sein Humanmeizinstudium als Hilfspfleger im Bezirks-Krankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Braandenburg-Görden und war dort sechs Monate auf einer Kinderstation und sechs Monate in einer Suchtklinik tätig.

Nach dem Abitur, das er als einziger Schüler mit Auszeichnung, bestanden hatte, studierte er von 1964 -1970 Humanmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin (Charité). Nach der Approbation 1975 begann er die Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in den Vereinigten Gesundheitseinrichtungen des Kreises Rathenow und wurde im ersten Jahr der fünf Jahre andauernden Facharztausbildung in das Landambulatorium Rhinow geschickt, wo er unter Anleitung von Dr. Günther Tanner die ersten praktischen Erfahrungen machte. Es gab damals überall Kopfläuse und der erfahrenen Facharzt für Allgemeinmedizin lehrte ihn den Merkspruch: Hinter den Ohren werden sie geboren und im Nacken gehen sie kacken. Nach dem ersten Jahr, wo er zum Schluss mehr Patienten betreute als der Leiter des Landambulatoriums, kam er zurück ins Paracelsuskrankenhaus Rathenow und absolvierte in einem Halbjahreszyklus die Chirurgie, die Innere Abteilung, die Gynäkologie und Geburtshilfe, die Augenstation, die Kinderstation, die Infektion sowie die ambulanten Abteilungen wie Hautarzt, HNO-Arzt, Tuberkulose und Mütterberatung, Kreisarzt und hospitierte beim Ausbildungsleiter für die Ärzte für Allgemeinmedizin Dr. Heinz Neumann in der Südambulanz in Rathenow. Dr. Heinz Neumann unterstützte ihn auch bei der Diplomarbeit. Am 01.10.1975 bestand er die Facharztprüfung für Allgemeinmedizin und erhielt die Staatliche Anerkennung als Facharzt für Allgemeinmedizin. Er übernahm kurzzeitig die Leitung des Landambulatoriums Milow, begann aber 1975 die Ausbildung zum Kreishygienarzt, da der Stelleninhaber Med.-Rat. Dr. Helmstedt in Rente ging und ein neuer Arzt die schwer zu vermittelnde Aufgabe wahrnehmen musste. Der Kreisarzt Dr. Rudolf Müller hatte schon fünf Fachärzte gefragt, ob sie nicht das Amt des Kreishygienearztes übernehmen wollten, aber alle hatten ihm einen Korb gegeben. Der Kreishygienearzt hatte die Aufgabe die Infektionskrankheiten zu bekämpfen, die Schutzimpfungen zu koordineiren, die Lebensmittelbetriebe zu kontrollieren und die Aufgaben der Kommunalhygiene wahrzunehmen. Er war der Leiter der Kreisseuchekommission und dem Kreisarzt disziplinarisch und dem Bezirkshygienearzt fachlich unterstellt.  Es war auch eine Aufgaben mit hohem Verwaltungsaufwand, was die meisten Ärzte abschreckte. Am 28.04.1980 verteidigte er seine Doktorarbeit "Die Durchsetzung kommunalhygienischer Rechtsvorschriften auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Gülleverwertung als Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Bevölkerung im Kreis Rathenow/Bezirk Potsdam" und erhielt vom Wissenschaftlichen Rat der Humboldt-Universität zu Berlin de akademischen Grad Dr. med. Berufsbegleitend absolvierte er eine Facharztausbildung zum Facharzt für Hygiene und erhielt nach der Facharztprüfung am 21.03.1983 die entsprechende Anerkennu
ng. Am 03.07.1990 wurde  Dr. Heinz-Walter knackmuß zum leiter des Gesundheitsamtes und Amtsarzt im kreis Rathenow ernannt. arbeitete zuletzt als Amtsarzt im Landkreis Havelland. Am 15.09.1996 gründete ich mit meiner ersten Frau Helga Knackmuss, geborene Protz, einen Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. Seine Frau Helga starb 1996 an einem unheilbaren Krebsleiden. Seit 01.08.2003 bin ich mit Viola Knackmuss, geborene Kempf, verheiratet. Mit meiner Frau Viola habe ich 2011 ein Buch über die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow geschrieben, das unter der Tel-Nr.:+4933855200224 bestellt werden kann (14,00 € + Portokosten).
 

 

 

 

1957 hatte der damalige Superintendent Georg Heimerdinger eine kleine Broschüre über die Sankt-Marien-Andreas-Kirche herausgegeben. 54 Jahre später (2011) erschien nun erst dieses Standardwerk über die Kirche, das eine umfangreiche Darstellung des Wiederaufbaus erzählt, aber auch neue Forschungsergebnisse über die alte Schuke-Orgel präsentiert und ein lückenloses Verzeichnis aller Superintendenten in Rathenow seit der Reformation. Lustige kleine Anekdoten hellen die historischen Darstellungen etwas auf und geben dem Buch  mehr Leichtigkeit, die bei Kirchenführen meist vermisst wird. Die Besucher der Bundesgartenschau 2015 fanden besonders die Erklärungen der Chorfenster sehr aufschlussreich. Es gibt auch andere Erläuterungen der Chorfenster, die aber sehr ätherisch wirken. Eine kleine Broschüre über die Kirche weist  brillante Fotos auf, berücksichtigt aber kaum den Wiederaufbau des Gotteshauses und die Forschungsergebnisse aus dem Buch von  Viola und Dr. Heinz-Walter Knackmuß.  Der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-kirche in Rathenow e. V. feierte 2016 sein 20jähriges Bestehen. Am 15.09.2016 fand dazu um 14:00 Uhr in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche  die ordentliche Jubiläums-Mitgliederversammlung statt und anschließend wurde im Chorraum die Ausstellung "20 Jahre Förderkreis" eröffnet. Der Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow ist noch lange nicht abgeschlossen. Es sollen noch

1. Die drei Kreuzgewölbe im Chorraum wieder errichtet werden
2.  Die Emporen wieder aufgebaut werden
3. Die Schuko-Orgel eingebaut werden

4. Die barocke Kanzel nachgeschnitzt werden
5. Eine Heinzung eingebaut werden

Ohne einen großzügigen Spender oder erhebliche staatliche Unterstützung wird sich das umfangreiche Bauprogramm von fünf Millionen Euro nicht verwirklichen lassen. Der Förderkreis erbittet dazu Gottes Segen und will die Sankt-Marien-Andreas-Kirche zum Lobe Gottes wiederaufbauen.

Der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. hat eine eigenen umfangreiche Internetseite. Die  Daten wurden fast ausschließlich von Dr. Heinz-Walter Knackmuß eingestellt. Seit 2020 hilft auch Hartmut Fellenberg dabei.

  www.rathenow-kirchen.de

 

Spenden zum Wiederaufbau der Kirche
werden erbeten an den Förderkreis

IBAN: DE07160919940001070100        
BIC (SWIFT): GENODEF 1 RN 1

bei der Volksbank Rathenow



 

Ferienwohnung

Nachdem 2012 die Wohnung im Obergeschoss der Familie Knackmuß in der Röntgenstr. 13 in Rathenow frei wurde, richtete das Ehepaar Knackmuß dort eine Ferienwohnung ein.  Die Bischöfin Rosemarie Köhn übernachtete dort vom 06.04.-08.04.2012 mit Susanne Sonderbo. Rosemarie Köhn  ist die erste Frau im Bischofsamt in Norwegen gewesen und die zweite Frau weltweit, die so ein hohes Amt bekleidete. Sie ist in Rathenow geboren. In der über 800-jährigen Geschichte der Stadt Rathenow gab es nur zwei Bischöfe, die in der Stadt geboren wurden. Dr. Stephan Bodecker (* 1511.1384 in Rathenow - 15.02.1459 in Brandenburg an der Havel). Er war ein berühmter hoch gebildeter Bischof von Brandenburg und einer der wenigen bürgelichen Bischöfe des Mittelalters. Rosemarie  Köhn ist am 20.10.1939 in Rathenow geboren und wurd später Bischöfin von Hamar in Norwegen. Sie war damit die erste Frau im Bischofsamt in Norwegen und in Skandinavien und die zweite Frau weltweit in diesem Amt. Sie hat damit Kirchengeschichte geschrieben. Die Rathenower Bürger sind sehr stolz auf diese Bischöfin, die sehr oft nach Rathenow kommt und auch Mitglied im Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. ist. Ein Antrag auf Ehrenbürgerschaft in der Stadt Rathenow fand keine Resonanz in der Stadtverordentenversammlung der Stadt Rathenow. Es gibt nur noch wenige Christen in der Stadt. Zwölf Jahre Nazidiktatur und 45 Jahre kommunistische Diktatur habe doch Früchte getragen. So ist es nicht verwunderlich, dass der CDU in Rathenow auch konfessionslose Mitglieder angehören. Es bleibt die Hoffnung, dass Gott die Menschen zum Glauben führen kann. Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche mit ihren Kunstschätzen war vor der Zerstörung  im Jahr 1945 ein Kleinod norddeutscher Backsteinkunst und soll auch wieder ein kulturelles Zentrum mit Ausstellungen, Konzerten und Lesungen werden und auch ein Zentrum des Glaubens für Christen. Der spirituelle Impuls, der von dieser Kirche ausgeht, nimmt fast jeden Besucher für sie ein.

                                    Bischöfin Rosemarie Köhn
                                     aus Hamar (Norwegen)
                                     in Rathenow geboren


Es ist

eine gemütliche Ferienwohnung mit zwei Zweibettzimmern und einem Einbettzimmer mit Küche und Bad, die wir gern an Monteure, Touristen und alle Besucher der Stadt Rathenow vermieten. Die Preise sind ab 2 Nächte 20,00 €/ Person und Nacht und wer nur 1 Nacht bleibt, zahlt 25,00 €/Person und Nacht. Wir sprechen Deutsch, Englisch, Russisch, Französisch und Niederländisch. We are speaking German, English, Russian, French and Dutch.
Viola und Heinz-Walter Knackmuss
Röntgenstr.13
14712 Rathenow
Tel:+493385-5200224
Handy: +491792670245
E-Mail:knackmuss@online.de

 

www.knackmussarchiv.de


 

 Abiturtreffen des Jahrgangs 1963 am 02.09.2022 in Rathenow

    von links: Dr. med. Wolf-Dieter Berger, Viola Knackmuß, geborenen Kempf, Elke Reimer, geborene Peters, Hülya Berger, Jutta Schnorr, geborene Liesecke,
        Prof. Dr. med. Dietmar Schnorr, Annemarie Kretzschmar, geborene Behrendt, Günter Hübner, Jörg Anke, Brigitte Pfeiffer, geborenen Fleischhauer,
Elke Hübner, geborene  Müller, Christine Holweger, geborene Nagel, Peter Reimer, Dr. med. Heinz-Walter Knackmuß

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Elke Reimers, geb. Peters, besuchte mit ihrem Mann am 02.09.2022 ihre Heimatstadt Rathenow und schlug vor, ein Klassentreffen zu veranstalten, wenn sie schon mal den weiten Weg von Steinbach am Glan nach Rathenow unternäme. So organisierte sie ein Essen der ehmaligen Abiturklasse Jahrgang 1963 in Rathenow und lud alle zu einem Essen im Restaurant Schwedendamm in Rathenow ein. Die Schüler des Jahrgangs 1944 und 1945 waren der einzige Jahrgang, wo es an der Erweiterten Oberschule "Karl Marx" , heute Jahnschule nur zwei Klassen gab. Eine sprachliche Klasse, wo Englsich, Russisch und Latein unterrichtet wurde und eine naturwissenschaftliche Klasse, wo mehr Matthematik und Physik sowie Chemie gelehrt wurde und nur zwei Sprachen, nämlich Russsich und Latein angeboten wurde. Der Klassenleiter der A-Klasse wurde Eberhard Benndorf, der die Klasse bis zum Abitur führte.




Seminartreffen am 21.09.2022 in Berlin

von links: Dr.med. vet.  Jürgen Fischer, Dr. med. Birgit Nabel, Brigitte Uibel, Dr.  med.Susanne Fischer, Wolfgang Dröseler, Dr. med. Helke Dröseler, Dr. med. Sigrid Schulz, Dr. med.Wolf-Dieter Berger, Dr. med. Klaus Ankerman, Dr. med. Victoria Zegenhagen, Dr. med. Heinz-Walter Knackmuß, Dr. med. Martin Uibel, Dr. med. Martin Conradi

Video

Seminartreffen der Humanmediziner
des Studiengangs 1964 -1970
an der Humboldt-Universität zu Berlin (Charité)



Dr. Victoria Zegenhagen, Fachärztin für Allgemeinmedizin, hatte nach der Aufgabe ihrer Praxis die Organisation des Seminartreffens übernommen und hatte für die alten Ärzte eine Bootsfahrt von der Friedrichstraße aus gebucht. Die 78jährigen Ärzte trafen sich am Brechttheater vor dem Restaurant "Ganymed" und bestiegen das Ausflugsschiff. Es gab natürlich viel zu erzählen und wie bei alten Leuten üblich und Ärzte bilden da keine Ausnahme, ging es auch um die Krankheiten des Alters, nur mit dem Unterschied, dass die Ärzte ihre Krankheiten genau benennen und beschreiben können und in der Regel auch alle Therapien kennen. Es wehte ein frischer Wind auf der Spree, aber alle hatten vorgesorgt und sich warm angezogen. Es gab ein Geschnatter ohne Ende, denn man freute sich, dass man gemeinsam alt geworden war und da sind solche Treffen kostbar. Natürlich wurde auch an die schon Verstorbenen gedacht und was man alles mit ihnen erlebt hatte. Dr. med.  Victoria Zegenhagen hatte nach der Bootsfahrt im „Ganymed“ einen Tisch bestellt und da wurde nun zusammen gegessen und getrunken. Rippchen war der Renner und neben Wasser und auch manchmal Bier. Dr. med. Martin Conradi las einen Brief an die Fakultätsverwaltung von 1966 vor, weil er den Eindruck hatte, dass er nach seiner Ableistung der Zeit als Wehrdienstverweigerer, er war Bausoldat, von der Staatssicherheit überwacht wurde. Das war sicherlich zutreffend. Es gab in jedem Seminar Zuträger an die Staatssicherheit. Aber das Erzählen ging weiter und Vici fragte in die Runde, ob wir nicht jedes Jahr so eine Fahrt auf der Spree machen wollten und das fand allgemeine Zustimmung. Die meisten wohnen ja in Berlin oder um Berlin herum, sodass sich natürlich Berlin als Treffpunkt anbot. Dr. med. Birgit Nabel hatte auch Augsburg einmal ins Spiel gebracht, aber bei der zunehmenden Gebrechlichkeit der alten Ärzte fand man Berlin doch angenehmer. Dr. med. Heinz-Walter Knackmuß dankte zum Schluss der Vici für die Mühe bei der Vorbereitung des Treffens und sagte das Gedicht "Der Fischer" von Johann Wolfgang von Goethe auf. Alle freuen sich auf 2023, wo im September erneut ein Treffen geplant ist.
© Dr. Heinz-Walter Knackmuß, 21.09.2022

 


 

 

                                      Dr. med. Victoria Zegenhagen


                                          Dr. med. Birgit Nabel




                                                        Dr. med. Susanne Fischer



                                             Dr. med. Heke Dröseler