Historische Führungen

durch die Sankt-Marien-Andreas-Kirche

in Rathenow

Der  Förderkreis bietet seit 2016 Historische Führungen durch die Sankt-Marien-Andreas-Kirche mit Bischof Bodecker an. Der Bischof von Bandenburg, Dr. Stephan Bodecker, wurde am 15.11.1384 in Rathenow geboren und war ein hoch gelehrter Diplomat, dessen Rat viele Fürsten gern in Anspruch nahmen. Er hatte auch ein hebräisches Lexikon herausgegeben. Am 15.02.1459 starb er im Dom zu Brandenburg, wo noch heute eine Grabstele an ihn erinnert. Er wurde 74 Jahre alt, was für die Zeit doch erheblich war. Neben Rosemarie Köhn, der Bischöfin von Hamar, in Norwegen, die am 20.10.1939 in Rathenow geboren wurde, war das der einzige Bischof, der in Rathenow geboren wurde. Es ist schon etwas Besonderes, wenn in der 800jährigen Geschichte der Stadt Rathenow nur zwei Bischöfe aus ihr hervorgingen. Auch Rosemarie Köhn hat eine Vorliebe für das Hebräische, denn sie gab eine Hebräische Grammatik für alle Studenten in ganz Skandinavien heraus. Sie hatte im April 2017 erst ihre Geburtsstadt besucht. Dr. Heinz-Walter Knackmuß war zur 800-Jahrfeier der Stadt Rathenow beim Festumzug begleitet vom Herold, Jürgen Scharein, und vom Mönch, Gerd Ostermann, in das Gewand des Bischofs Dr. Stephan Bodecker geschlüpft und bietet seither "Historischen Führungen" durch die Kirche an.

Wenn Sie eine historische Führung mit dem

Bischof Dr. Stephan Bodecker

wünschen, rufen Sie an:

Tel:03385-5200224

Kunstkalender im Eigenverlag

Herausgeber Dr. Knackmuß


2020

1. Weihnachten 2020

Durch die Coronapandemie 2020 hatten wir keinen Besuch zu Weihnachten. Auch im Advent, wo wir sonst immer recht viel Kaffeegäste besonders beim Lebendigen Adventskalender der Kirchengemeinde hatten, war alles abgesagt worden. Auch die Arbeiter aus Lettland in unserer Ferienwohnung waren alle nach Hause gefahren. Nur ein 29-jähriger junger Lette blieb da,warum auch immer. Ich sagte zu Viola: "Siehst Du, da schenkt uns Gott doch einen Gast. Den lade ich natürlich zum Heiligabend und am 1. Feiertag zum Essen ein." Er sagte auch zu und wir freuten uns. Viola machte Kartoffelsalat ich kochte eine Tomatensuppe und dann wurde die Gans gebraten und BIO-Rotkraut mit Äpfeln und Lorbeerblatt und Nelken verfeienert. So hatten wir unser Tun. Unser Freund Farooq Naimi hatte seine zwei Töchter  Negar (11) und Neda (6) zu Besuch, weil seine geschiedene Frau mit ihrem Freund etwas unternehmen wollte. Ich fragte ihn: "Willst Du nicht Heiligabend zu uns kommen? " "Ja, gerne,"sagte er und  so feuten wir uns doch auf das Weihnachtsfest. Ich packte für unsere Gäste kleine Weihnachtsgeschenke zusammen, meist Sußigkeiten und Viola kaufte für die beiden Mädchen kleine Plüschtiere zusätzlich. Als wir aber zur Christvesper in die Sankt-Marien-Andreas-Kirche fuhren, fehlte der lettische Gast. In der Kirche waren Farooq mit seinen Töchern schon da und wir saßen in der ersten Reihe, denn ich wollte alles mit der Filmkamera aufzeichnen. Dann fuhren wir in die Röntgenstraße 13 und das Abendessen begann. Zuerst die Tomatensuppe. Die war mir mal gelungen und die Mädchen aßen zwei Teller davon. Geflügelbockwurst aßen sie auch, aber Kartoffelsalat war nicht so ihre Sache, aber es gab ja ausreichend Brot, Butter Käse und Wurst. Nach dem Essen gingen wir in das Weihnachtszimmer, wo der mit roten Kugeln geschmückte Weihnachtsbaum stand. Farooq zog sich eine Lederweste an und setzte sich einen schwarzen Hut auf und ich zog mein Bischofsgewand an und dann kamen wir als Nikolaus und Knecht Ruprecht zurück und überreichten an Viola und die Kinder kleine Geschenke. Alle mussten ein Lied singen, oder ein Gedicht aufsagen oder eine Geschichte erzählen. Das war ein Hallo. Die Kinder konnten nur "Oh Tannenbaum" singen und erzählten das Märchen von Schneewittchen. Es war ein lustiger Abend. Um 22:00 Uhr fuhr ich Farooq mit seinen Töchtern nach Haus.


Dr. Heinz-Walter Knackmuß (Nikolaus) Negar, Farooq Naimi (als Knecht Ruprecht) und Neda in der Röntgenstraße 13 am 24.12.2020. Am 1. Weihnachtstag, 25.12.2020, fielen die Gottesdienste wegen Coronapandemie aus und Farooq Naimi kam mit seinen zwei Töchtern zum Mittagessen. Es gab wieder Tomatensuppe, Gänsebraten, Rotkohl und Klöße. Als Nachtisch gab es Mandarinenkompott. Die Kinder haben sich an die Tomatensuppe gehalten. Gänsebraten und Klöße waren nicht so ihr Ding. Ich hatte am Nachmittag Aufsicht in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche und es kamen viele Menschen, um die 84 Weihnachtskrippen zu bewundern. Am 2. Weihnachtsfeiertag kam Jörg aus Berlin zum Essen und es gab Reste der Gans, Klöße und Rotkohl. Jörg hatte seine Querflöte mitgebracht und wir spielten zusammen Weihnachtslieder.

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Macht hoch die Tür, die Tor macht weit




Leise rieselt der  Schnee



 

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Es ist ein Ros`entsprungen



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Süßer die Glocken nie klingen




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Stille Nacht, heilige Nacht



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Auf dem Berge, da wehet der Wind


Es war ein sehr inniges Weihnachtsfest 2020. Trotz Coronapandemie fanden wir es sehr gesellig und lustig. Unser lettischer Gast hatte wohl einen Intimfreund in Rathenow gefunden und so war es nicht verwaunderlich, dass er das Fest und die Tage bis zum Neujahr mit ihm verleben wollte.


Copyright: Dr. Heinz-Walter Knackmuß, 26.12.2020





2019



 


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